Die Sprachwege von der VEREINFACHUNG zum VORURTEIL und vom ANGSTBILD zum FEINDBILD sind kürzer geworden. Nicht nur die politische Sprache wird weltweit dem Ruin überantwortet. Auch am ‚digitalen Stammtisch‘ herrscht Gebrüll statt differenzierter Debatte. – Die schädlichen Folgen auf unsere Beziehungen sind unübersehbar.
Versuchen wir herzhaft über aufkommende Fragen nachzudenken und hilfreiche Ant-Worten zu finden:
Erleben wir nicht täglich in den Medien, in der Öffentlichkeit, in der Politik – durch eine Verdrehung der Wahrheit – eine Manipulation der Sprache und somit des Menschen?
Landet unsere Kommunikation durch missbräuchlichen Gebrauch nicht allzu oft im ‚Babylonischen Sprachengewirr‘?
Ist unsere Sprache nicht der Vorbote für spätere Handlungen? Positive und negative? In persönlichen Beziehungen ebenso wie zwischen Gruppen und Nationen?
In unseren Zeiten ist manches aus der Balance geraten: Wir überfrachten unsere SPRACHE, um niemanden auszugrenzen oder zu verletzen und machen sie damit zu einem alltagsuntauglichen Monstrum, wir rauben ihr den KLANG und die SEELE. Gleichzeitig übersehen wir, dass die Kompassnadel des Gewissens vieler Zeitgenossen zerbrochen ist und deren entmenschlichende Sprache meistens zu Gewalt führt, Spaltungen hervorruft und Beziehungen zugrunde richtet.
Sprache beeinflusst, wie wir die Welt wahrnehmen, denn der Mensch visualisiert Wörter und assoziiert damit Positives oder Negatives. Sie kann informieren und Tatsachen feststellen – sie kann aber auch drohen, warnen, anklagen, befehlen, erkennen, trösten und vieles andere.
Man hat häufig den Eindruck, dass viele versuchen, um ihre IDEOLOGIEN und deren ZIELE durchzusetzen, sich nach dem Motto richten: ‚Wenn du es nicht mehr erklären kannst, dann verwirre sie zumindest‘. – Oft wäre allseits herrschende Sprachlosigkeit vielleicht sogar besser für einen notwendigen Brückenbau, als viele Worte tun können.
In der SPRACHE des HERZENS begegnen wir unseren Schöpfer-GOTT. Wir dürfen mit ihm reden in Momenten der Freude, der Not, der Hoffnung oder des Zweifels und ihm um Beistand bitten. Mit den Worten: ‚Eure Rede sei: Ja ja; nein nein, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen‘, fordert er uns zu klaren Aussagen, schlichten und eindeutigen Antworten – und nicht mehr – auf. – Orientiert an der ungeschminkten Wahrheit, die ich nicht kalt und hart sagen, sondern in Liebe aussprechen möge. Alles Mögliche darüber hinaus kann zu viel sein und mehr Verwirrung als Klarheit bringen.
– weitere Denk-Anstöße findest du auch im online-Buch
Kommen wir darüber auch mit unserem HERR-GOTT ins Gespräch:
Guter GOTT, ich nehme deine Stimme wahr:
💬 Mein liebes Kind! Hüte dich vor Hetzern, die mit Wortkreationen aufhorchen lassen und nimm dich selbst in Acht vor radikalen Ausdrucksformen. Über deine Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, aufbaut und denen, die es hören, Nutzen bringt. Fürchte dich nicht, hab Mut und bleib in meiner Liebe!
DU, mein HERR, ich möchte dir sagen:
Sprechen soll Brücken bauen und ist eine Haltung, die erlernbar ist und im Kleinen beginnt: dort, wo wir leben, sprechen und wirken. Dort, wo wir zuhören, bevor wir urteilen, Worte wählen, die nicht verletzen, sondern verbinden, Konflikt nicht eskalieren lassen, sondern nach gerechten Lösungen suchen. Lass uns dir vertrauen, dann wird es uns gelingen und Beziehungen werden aufleben.
Irgendwie hat man den Eindruck, dass ein aggressiverer Ton und gelegentlich auch rücksichtslosere Verhaltensweisen in verschiedenste Auseinandersetzungen Einzug halten. HERR, mein Sprechen soll erzählen und nicht urteilen, nicht moralisieren. Ich möchte durch einen bewussten Sprachgebrauch Verbindung schaffen, Zufriedenheit, Dankbarkeit und Vielfalt leben. Ich will so zu einer besseren Welt und vor allem in meiner Umgebung zum Frieden beitragen. Denn er beginnt jetzt mit meinem Tonfall, mit meiner Geste, mit meinem nächsten Gespräch.
Ich glaube, HERR, dass DU uns hilfst einander zu verstehen. Wir streiten oft und harte Worte fallen. DU kennst unsere Situation. Bitte hilf uns, liebevoll aufeinander zuzugehen, zuzuhören, versöhnende Worte zu finden und zu verzeihen. DU bist mein Friede, meine Hoffnung und meine Freude. Dir sei Lob und Dank. Halleluja!
Hören wir auf die Botschaft unseres Schöpfers und ‚nehmen wir ihm bei seinem Wort‘, das er uns für liebe-volle Beziehungen und rechte Ant-Worten anbietet:
Klick dazu z.B. auf folgende Bibelstellen (es gibt noch viele andere!): 1 Petr 3,10 oder Sir 6,5
Den Text aus der heutigen ‚Tages-Zeitung‘ samt Kommentar – zum Lesen wie zum Hören – findest du unter: www.evangeliumtagfuertag.org

