Vor allem in Krisenzeiten neigen wir dazu, Misstrauen gegenüber anderen zu entwickeln und die WELT als gefühlskalten ORT zu sehen. Um Beziehungen trotzdem gelingen zu lassen braucht es den Austausch über persönliche Eindrücke und Gefühle, die jenseits von Meinungen und Weltanschauungen liegen. – Es benötigt Empathie, Einfühlungsvermögen, die Kraft, die unser Leben und die Welt positiv beeinflusst.
Versuchen wir herzhaft über aufkommende Fragen nachzudenken und hilfreiche Ant-Worten zu finden:
Muss Empathie als Grundpfeiler unseres sozialen Zusammenlebens nicht mehr sein als bloßes Mitgefühl, welches zwar für den Augenblick verbindet, aber nicht nachhaltig ist?
Empathie zu vermitteln braucht Beziehungs-Zeit und Muße, vor allem beim Aufwachsen der Kinder. Wieviel nehme ich mir dafür?
Warum opfern sich die einen in Hilfsbereitschaft auf und andere ‚gehen über Leichen‘?
Empathie erfordert das rationale VERSTEHEN als auch die Fähigkeit, sich auf die GEFÜHLE anderer einzulassen. Sie ist jeden Menschen mitgegeben und wird vor allem in der Familie eingeprägt. Wer empathisch ist, fühlt mit, übt Nachsicht, versteht und empfindet nach, was in anderen Menschen vorgeht. Eine solche Haltung hilft mit, negative Muster wie Misstrauen und Vorurteile abzubauen, eine optimistischere Sichtweise zu entwickeln und die Basis für liebe-volle Beziehungen zu schaffen.
Neben der harten GESCHÄFTSWELT verlangt, eine seit Langem nicht mehr gekannte Unsicherheit in den internationalen BEZIEHUNGEN, die Stärke einer Empathie, welche in Menschlichkeit und Nächstenliebe liegt und die sich selbstverständlich im Umgang miteinander bzw. auch politisch bewähren muss. – Bloße Bemitleidung allein ist keine wirksame Unterstützung. Es braucht eine Empathie-Kultur, die notwendige Hilfe ohne Ansehen von Person, Religion, Nation oder Schuld leistet.
Mitgefühl und Empathie haben außerdem eine religiöse DIMENSION, eine christliche Grundlegung, die sich aus der Bibel ableiten lässt. Die Hinwendung zum anderen, das Bemühen, sich in den anderen Menschen oder in die Natur einzufühlen, war und ist die Grundbotschaft unseres Erlöser-GOTTES an uns. Die Schriften lehren uns die Not-wendigkeit, über die Naturgesetze der Konkurrenz und des Egoismus hinauszugehen und uns unserer Mit-Welt in Solidarität und Kooperation empathisch zuzuwenden.
– weitere Denk-Anstöße findest du auch im online-Buch
Kommen wir darüber auch mit unserem HERR-GOTT ins Gespräch:
Guter GOTT, ich nehme deine Stimme wahr:
💬 Mein liebes Kind! Such mich nicht im Himmel, sondern besonders dort, wo Menschen in Not sind und Hilfe brauchen. Jede einfühlsame Begegnung mit dem anderen wird zu einer Begegnung mit mir. Fürchte dich nicht, hab Mut und bleib in meiner Liebe!
DU, mein HERR, ich möchte dir sagen:
Wir stehen vor zwei Lebensweisen, zwei Arten des Menschseins, zwei Optionen und Herausforderungen, zwischen denen wir immer wieder zu wählen haben: Empathie oder Gleichgültigkeit. Trotz des bewundernswerten humanitären Engagements vieler Menschen ist eine Entfremdung, ja teilweise sogar ein Verlust des Mitgefühls auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene nicht zu übersehen. – Ohne Empathie, ohne Sensibilität erkaltet das Klima einer Gesellschaft.
HERR, auch in unserem Arbeitsalltag gibt es Fachkräfte und empathische Menschen. Vereine DU beides, damit so Fachleute mit menschlichen Qualitäten werden und lass Herzens- und Schulbildung keine Gegenspieler, sondern Partner sein. Auf diese Weise dürfen wir Empathie als Grundvoraussetzung für ein gelingendes Miteinander und auch für seelische Gesundheit erfahren.
Lass uns auch erkennen, HERR, dass Friede Einfühlsamkeit braucht, die Fähigkeit, sich von der Not, vom Leid anderer berühren zu lassen und das unser Mitfühlen die Grundlage für Verständigung und Dialog schafft, die notwendig sind, um nachhaltigen Frieden zu erreichen. Einfühlungsvermögen sei daher nicht nur eine persönliche, sondern auch eine politische Kategorie.
Gib DU mir Kraft und Mut, mich einzusetzen für eine Empathie, die Herzenswärme und eine Atmosphäre der Wertschätzung schafft, die der Motor für Mitmenschlichkeit und der Nährboden für das Miteinander ist. Zeig mir auch, wo die Gefahr besteht, dass das Engagement in überbordende, fesselnde Fürsorge oder manipulatives Handeln mündet. DU bist mein Friede, meine Hoffnung und meine Freude. Dir sei Lob und Dank. Halleluja!
Hören wir auf die Botschaft unseres Schöpfers und ‚nehmen wir ihm bei seinem Wort‘, das er uns für liebe-volle Beziehungen und rechte Ant-Worten anbietet:
Klick dazu z.B. auf folgende Bibelstellen (es gibt noch viele andere!): Lk 10,33 oder Gal 6,2
Den Text aus der heutigen ‚Tages-Zeitung‘ samt Kommentar – zum Lesen wie zum Hören – findest du unter: www.evangeliumtagfuertag.org

