Wachsam zu sein, meint nicht, die AUGEN zu verschließen vor der Komplexität unserer Welt, sondern diese Vielschichtigkeit auch tatsächlich ernst zu nehmen. Wachsamkeit ist nicht Mystik für ein paar wenig Abgehobene, sondern alltagsrelevant wie es nur sein kann. – Sei es in der Arbeit, im Gemeinschaftsleben, im persönlichen Gespräch, bei der Pflege von Beziehungen und in noch so vielen anderen Begebenheiten.
Versuchen wir herzhaft über aufkommende Fragen nachzudenken und hilfreiche Ant-Worten zu finden:
Warum folgen so viele Menschen nicht den eigentlichen Intentionen ihres Lebens und halten sich auch nicht an ihr besseres Wissen und Gewissen, sondern lassen sich von anderen Kräften und Mächten bestimmen?
Gibt es nicht auch Dinge im Leben, wie Vertrauen und Mitgefühl, Rücksicht und Selbstlosigkeit, glückliche Beziehungen, die von niemandem angeordnet oder erzwungen werden können?
Wo in meinem Alltag kann ich bewusster auch in kleinen Momenten wachsam sein?
In unseren Gesellschaften verschärfen sich anhaltend SPANNUNGEN. Es werden Ängste geschürt und Vorurteile verbreitet, entgleisen Umgangs- und Verständigungsformen, nehmen irrationale Empörungswellen und Hasslawinen zu, machen Feindbilder und Verschwörungstheorien die Runde, sucht man Sündenböcke und geht gnadenlos mit ihnen um. Umso mehr braucht es eine Kultur der Wachsamkeit und des berechtigten Widerspruchs – ohne Fanatismus, damit unsere Gesellschaft nicht aus dem Lot gerät.
Es gibt Fragen, die die Politik nicht beantworten kann, und LEBENS- wie WELTDEUTUNGEN, die sich ihrer Verfügbarkeit entziehen. Zudem verbindet sich damit die Einsicht, nicht einfach willkürlich handeln zu können, sondern für eigenes Tun oder Unterlassen verantwortlich zu sein – vor wem auch immer.
Wachsamkeit bedeutet daher: verantwortungsbewusst, hoffnungsvoll und zukunftsorientiert zu leben, standhaft zu bleiben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auch jederzeit bereit zu sein, dem Schöpfer-GOTT zu begegnen. Er begleitet uns in diesem Bemühen. Jede unserer Taten, all unser Tun, ist darum eingebettet in diese tiefe Beziehung zu ihm. Gottesbeziehung und Für-ihn-bereit-sein bestehen dann nicht nur aus dem Gespräch mit ihm, sondern jede noch so kleinste Tat ist mit ihm verwoben. – Wenn es zunächst einmal auch heißt, vorsichtig, kritisch und widerständig zu sein, ist immer wieder zu prüfen, ob etwas menschenwürdig ist beziehungsweise seinen 10 An-Geboten und den Glücklich-Preisungen der Bergpredigt entspricht.
– weitere Denk-Anstöße findest du auch im online-Buch
Kommen wir darüber auch mit unserem HERR-GOTT ins Gespräch:
Guter GOTT, ich nehme deine Stimme wahr:
💬 Mein liebes Kind! Die Haltung des Wachsam-Seins gibt deinen Leben eine besondere Qualität. Es soll ein aufmerksames, ständiges und liebe-volles Hinhören sein, was jetzt Not tut für dein Leben, für die Gesellschaft, ja für die ganze Welt. Fürchte dich nicht, hab Mut und bleib in meiner Liebe!
DU, mein HERR, ich möchte dir sagen:
Es ist vor allem der Friede, der innerlich und äußerlich bedroht ist und uns unruhig macht. Wir wollen die Nachrichten gar nicht an uns heranlassen, die ganzen Kriege und Konflikte in der Welt, von denen berichtet wird. Es sind Situationen, die uns herausfordern, aber unsere Antwort brauchen. Auch in meiner Umgebung ist es manchmal konfliktreich und es braucht auch oft den Streit, um den rechten Weg miteinander zu finden. Dabei kommt es darauf an, nicht voneinander zu lassen, sondern miteinander auszuhalten und durchzustehen.
HERR, wir alle wünschen uns ein schönes und sorgenfreies Leben. DU möchtest uns jederzeit und überall begegnen und mit uns sein. Das hält mich wach und macht mich bereit. So kann ich auch die Schwierigkeiten und alles Leid, das um mich herum passiert, besser einordnen. DU mutest mir auch schwere Kost zu. Nicht, damit ich wanke und falle, sondern damit ich weiß, was kommt, und trotzdem standhaft und gelassen bleibe. Danke, dass DU mir hilfst, immer in Liebe das zu tun, was jetzt nötig und dran ist. DU bist mein Friede, meine Hoffnung und meine Freude. Dir sei Lob und Dank. Halleluja!
Hören wir auf die Botschaft unseres Schöpfers und ‚nehmen wir ihm bei seinem Wort‘, das er uns für liebe-volle Beziehungen und rechte Ant-Worten anbietet:
Klick dazu z.B. auf folgende Bibelstellen (es gibt noch viele andere!): Mk 13,35 oder 2 Mose 23,13
Den Text aus der heutigen ‚Tages-Zeitung‘ samt Kommentar – zum Lesen wie zum Hören – findest du unter: www.evangeliumtagfuertag.org

