Wenn aus vielen EINZELPERSONEN ein starkes WIR entsteht, zeigt sich die Kraft einer Gemeinschaft. Es wird sichtbar, welche Veränderungen trotz großer Herausforderungen möglich sind. Die Gewissheit, nicht allein zu sein, ist dabei von unschätzbarem Wert. – Leider finden wir heute statt einem ‚Gemein-Sinn‘ öfter auch ein beziehungsbelastendes ‚Gemein-Sein‘.
Versuchen wir herzhaft über aufkommende Fragen nachzudenken und hilfreiche Ant-Worten zu finden:
Wir alle sind Teil einer Gemeinschaft. Sind nicht gerade deshalb Achtung, Geduld und ein wohlwollender Blick aufeinander keine Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck ehrlichen Bemühens, um Beziehungen gelingen zu lassen?
Wieweit herrscht das Bewusstsein, dass existenzielle Bedrohungen unserer Zeit nur gemeinsam zu lösen sind?
Wie kann man sich vor Gruppen und Netzwerken mit heimtückischen Absichten schützen?
Gemeinschaft ist etwas, das menschlichem Leben von BEGINN an zugrunde liegt. Wir sind nicht für uns allein. Unser Leben ist von Beziehungen geprägt. Wir sind von Anfang an beides: Individuum und Teil einer Gemeinschaft. Zwischen den beiden gibt es Wechselwirkung: Ich präge die Gemeinschaft mit, habe Gestaltungsmöglichkeiten und auch Verantwortung. Gleichzeitig trägt mich die Gemeinschaft. Je jünger der Mensch ist desto mehr, nicht minder im Alter.
Dieses Miteinander geschieht im täglichen UMGANG untereinander. In der Familie, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt bis hinein in die Religionen und Weltpolitik. Gerade in einer Zeit, in der viele mit Sorge in die Zukunft blicken, braucht es Zeichen der Hoffnung, die unserem Leben ein positives Vorzeichen geben. Wir brauchen einen liebe-vollen Blick und eine behutsame Umgangsweise mit unserer gesamten Mit-Welt. Was wir sagen, tun oder unterlassen, bleibt nicht ohne Wirkung auf andere. Nicht Jung gegen Alt, nicht Einheimische gegen Fremde und nicht Anhänger der einen Religion gegen Andersgläubige – sondern gemeinsam werden wir Krisenzeiten bewältigen und gute Lösungen finden. Man muss nicht jede Meinung teilen, aber man kann den anderen mit Respekt begegnen und Unterschiede nicht als Bedrohung verstehen.
Gemeinschaft geht über menschliche GRENZEN hinaus. Letztlich möge ihr Ziel sein: Der Einzelne entdeckt – neben dem Angenommensein und der Nestwärme – die Sehnsucht nach seinem Schöpfer-GOTT. Das dauerhafte Gespräch mit ihm ist die Grundlage, auf der die Gewissheit basiert, niemals allein zu sein.
– weitere Denk-Anstöße findest du auch im online-Buch
Kommen wir darüber auch mit unserem HERR-GOTT ins Gespräch:
Guter GOTT, ich nehme deine Stimme wahr:
💬 Mein liebes Kind! Ich stehe immer vor deiner Herzens-Tür und klopfe an, um bei dir zu sein. In Gemeinschaft mit deinen Mit-Menschen lebst du auch in Gemeinschaft mit mir. Bewahrt Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Gebt acht aufeinander und spornt euch zur Liebe und zu guten Werken an. Fürchte dich nicht, hab Mut und bleib in meiner Liebe!
DU, mein HERR, ich möchte dir sagen:
Im Kampf um die individuelle Freiheit ist unsere Gesellschaft oft zu weit gegangen und hat den Sinn für gegenseitige Abhängigkeit und Verbundenheit weitgehend verloren und die Eigenständigkeit bis zur Trennung von der Gemeinschaft vorangetrieben. Wir sind jedoch Gemeinschaftswesen, die ihr Menschsein nur in Gemeinsamkeit, in personalen Beziehungen voll entfalten und erleben können. Sie ist der Ort, wo wir empfangen, geben bzw. auch vergeben und somit Frieden stiften.
Wir tragen auch Verantwortung für die Weitergabe unserer Überzeugungen und zugleich dafür, aktiv mitzugestalten. Nicht als Randfiguren, sondern als Mitträger. Gemeinschaft bedeutet nicht Gleichförmigkeit, sondern miteinander, Führungskompetenz, Dialogfähigkeit, das Verbindende vor das Trennende zu stellen.
Lass mich erkennen, HERR, dass es die perfekte Gemeinschaft nicht gibt. Ob in der Familie, in der Pfarre oder im Fußballverein. Auch nicht, wenn wir uns ehrlich bemühen und versuchen nach deinen Weisungen zu handeln. Wir dürfen uns nicht den vollen Himmel auf Erden erwarten, damit wir nicht zwangsläufig enttäuscht werden. Ja, gemeinsam leben ist auch ein Wagnis. Aber es wird gelingen, weil DU mit uns unterwegs bist. DU bist mein Friede, meine Hoffnung und meine Freude. Dir sei Lob und Dank. Halleluja!
Hören wir auf die Botschaft unseres Schöpfers und ‚nehmen wir ihm bei seinem Wort‘, das er uns für liebe-volle Beziehungen und rechte Ant-Worten anbietet:
Klick dazu z.B. auf folgende Bibelstellen (es gibt noch viele andere!): Röm 14,7 oder 2 Kor 13,13
Den Text aus der heutigen ‚Tages-Zeitung‘ samt Kommentar – zum Lesen wie zum Hören – findest du unter: www.evangeliumtagfuertag.org

