wie noch bewahren?
Nicht nur, weil führende Politiker zahlreiche kritische MEDIEN bedrohen – die freie Meinungsäußerung an sich steht unter Druck und in Bedrängnis, wie schon lange nicht. – Gelingt es nicht, den Mit-Menschen mit Achtung und Respekt zu begegnen, entstehen zwangsläufig Probleme, die letztendlich zum Ende von Beziehungen führen.
Versuchen wir herzhaft über aufkommende Fragen nachzudenken und hilfreiche Ant-Worten zu finden:
Freie Meinungsäußerung ja, aber muss sie nicht gleichzeitig mit Verantwortung verbunden sein?
Warum fällt es oft so schwer, verschiedene Meinungen nebeneinander stehen zu lassen, oder noch besser miteinander in Einklang zu bringen?
Wie kann es gelingen, die Sachebene von der Beziehungsebene zu trennen?
Es besteht zwar formell MEINUNGSFREIHEIT, doch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit würden manche am liebsten eine Meinungsdiktatur errichten. Sie halten ihre Ansichten für sakrosankt und der mittelalterliche Pranger wird schnell durch den virtuellen ersetzt. In Diktaturen weltweit ist und bleibt die Meinungsäußerungsfreiheit teils mit lebensbedrohlichen Repressalien verbunden. Der Freiheit des nicht genehmen Wortes soll ein Ende gesetzt werden.
Dabei wir vor allem vergessen: ZU RECHT gibt es selbstverständlich unterschiedliche MEINUNGEN. Und es muss auch immer eine Möglichkeit geben, das auszusprechen, was man denkt, was man erkennt und einem am Herzen liegt. Oft jedoch geht es gar nicht um verschiedene Meinungen, sondern man verbeißt sich so in die Unterschiede, dass die eigentliche Sache aus dem Blickfeld gerät. Es zählt nicht das gemeinsame Ganze, sondern persönlich motivierte Sympathien und Antipathien, Freundschaften und als Gegner betrachtete Gruppen oder Meinungen.
Irgendwie gehört es zum Menschen und zur Gesellschaft, dass sich unterschiedliche Lager bilden und Beziehungen aufbauen. Jeder hat bestimmte ANLIEGEN, die er nicht bei jedem Menschen oder jeder Gruppe gleich gut vertreten sieht. In der Bibel befürwortet Jesus die freie Meinungsäußerung und wir finden zahlreiche Empfehlungen wie Meinungsvielfalt gelebt werden kann. Ist doch der Schöpfer-GOTT der Urheber unserer Vielfalt – der unterschiedlichen Kulturen, Nationen und Geschichten. Dies ist jedoch keine Geschichte der Spaltung, sondern eine der Bereicherung. Mit ihm im Dialog und seinem Geist in unseren Meinungsverschiedenheiten können wir die von ihm geschenkte Freiheit bewahren.
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Kommen wir darüber auch mit unserem HERR-GOTT ins Gespräch:
Guter GOTT, ich nehme deine Stimme wahr:
💬 Mein liebes Kind! Fürchte dich nicht vor Unterschieden und begegne den anderen und deren Meinungen mit Offenheit und Wertschätzung. Bekenne deine Überzeugung mit liebe-vollen Worten und hüte dich vor Starrsinn. Fürchte dich nicht, hab Mut und bleib in meiner Liebe!
DU, mein HERR, ich möchte dir sagen:
Meinungsfreiheit wird immer mehr zur Illusion und existiert vor allem auf dem Papier als Verfassungsgrundsatz. Meinungsbilder werden schablonenhaft verordnet, und die veröffentliche Meinung wird oft zur öffentlichen Meinung, was ja auch nur die Summe von Einzelmeinungen ist. Die, die laut schreien, werden mit Aufmerksamkeit belohnt und die schweigende Mehrheit wird meist benachteiligt. Daneben wird das Recht auf Meinungsfreiheit zusehends von extremistischen Kräften missbraucht, um Hass, Lüge und Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Lass mich lernen, HERR, Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Denn durch sie entstehen keine Tatsachen, schon gar nicht Wahrheiten. Schenk mir einen geschulten Blick und ein kritisches Auge, um Wahrheit und Fake News zu unterscheiden; Offenheit für abweichende Positionen und Sorgfalt beim Formulieren der eigenen Ansichten. Ich möchte auch beginnen vom anderen zu lernen, ohne meinen eigenen Standpunkt aufzugeben, denn die wirkliche Welt ist weit bunter und vielschichtiger.
HERR, hilf uns, dass wir das große Feld der Meinungsbildung nicht nur den anderen überlassen. Auch DU mit deinem Geist musst im Leben zur Sprache kommen. Die Welt sehnt sich danach. Lass uns die eigene Meinung leben und die Gegensätze aushalten, sie wahrnehmen und bewerten. Ich möchte es auch wagen, meiner eigenen Meinung zu misstrauen, vor allem dort, wo ich keine Erfahrung und Wissen habe. DU bist mein Friede, meine Hoffnung und meine Freude. Dir sei Lob und Dank. Halleluja!
Hören wir auf die Botschaft unseres Schöpfers und ‚nehmen wir ihm bei seinem Wort‘, das er uns für liebe-volle Beziehungen und rechte Ant-Worten anbietet:
Klick dazu z.B. auf folgende Bibelstellen (es gibt noch viele andere!): Phil 2,2 oder Röm 14,10
Den Text aus der heutigen ‚Tages-Zeitung‘ samt Kommentar – zum Lesen wie zum Hören – findest du unter: www.evangeliumtagfuertag.org
